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Düsseldorfer Tabelle 2020

Um die Höhe von Unterhaltsleistungen zu bestimmen, gibt der Gesetzgeber nur einen Richtwert vor. Eine genaue Summe für jeden Einzelfall lässt sich daraus jedoch nicht ablesen. Der Richtwert ergibt sich aus der sogenannten Düsseldorfer Tabelle, die das Oberlandesgericht Düsseldorf seit 1979 herausgibt und die besonders als Maßstab für die Bemessung des Kindesunterhalts dient. Dabei sind die Familiengerichte in ihrer Entscheidung nicht an die Düsseldorfer Tabelle gebunden, in der Praxis zeigt sich aber meistens, dass sie diese mehr oder weniger genau anwenden.

Dies erlaubt es betroffenen Eltern sich auch ohne Gerichtsprozess einen verlässlichen Überblick über die Höhe des Unterhaltsbedarfs bzw. des anstehenden Zahlbetrags verschaffen zu können und so Gerichtskosten zu sparen.

Die Düsseldorfer Tabelle bemisst den Unterhalt nach dem Nettoeinkommen und dem Alter des Kindes. Bis zu einem Einkommen von 1900 Euro gilt folgender Mindestunterhalt:

Für Kinder im Alter von 0 – 5 Jahren 369 Euro, für Kinder im Alter von 6 – 11 Jahren 424 Euro, für Kinder von 12 – 17 Jahren 497 Euro und für Kinder ab 18 Jahren 530 Euro. Volljährigen Kindern steht in der Regel ein Unterhalt bis zum Abschluss ihrer Ausbildung oder ihres Studiums zu. Der angemessene Gesamtunterhaltsbedarf eines Studierenden, der nicht bei seinen Eltern oder einem Elternteil wohnt, beträgt in der Regel 860 Euro pro Monat.

Je höher das Nettoeinkommen des Unterhaltspflichtigen ausfällt, desto höher setzt die Düsseldorfer Tabelle natürlich den Unterhalt an.  Die Tabelle trägt ihren Namen übrigens mit Bezug auf das Oberlandesgericht Düsseldorf, das traditionsgemäß dieses Zahlenwerk als Leitlinie für den Unterhaltsbedarf fortschreibt. Darauf können sich dann alle Gerichte in Deutschland berufen.

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